Malawi Bericht

Beitragsseiten

Der erste Eindruck

Am nächsten Tag, nachdem wir ausgeschlafen hatten, gab es eine kurze Einführung und mittags waren wir dann im Jugendkreis und haben die Jugend von vor Ort kennengelernt und uns vorgestellt. Abends haben wir dann noch die Prayertime besucht. Das ist eine Art Gebetsabend in dem Anliegen ausgetauscht werden und dann dafür gebetet wird. Dort haben wir dann auch das erste Mal die Mitarbeiter des Projekts getroffen. Die Malawier sind sehr friedliche und höffliche Menschen, sie haben uns sehr herzlich empfangen. Am nächsten Tag haben wir dann den ganzen Plan für den Monat besprochen. Unsere Aufgabe bestand darin, die Missionarsfamilie und das Projekt zu unterstützen und nebenbei noch das Land und die Kultur kennenzulernen. Die größten Projekte für unsere Zeit dort waren eine Jugendkonferenz, einen Kidsday, Schuleinsätze und ein Trip zum Malawisee. Ansonsten haben wir bei dem geholfen was anfiel und haben am Projektalltag teilgenommen. Danach haben wir einen Rundgang durch das Projektgelände gemacht. Auf dem Gelände befindet sich der Kindergarten und die Grundschule, die von den Missionaren aufgebaut wurden, die Häuser der Lehrer, Gemeinschaftshäuser und Missionarshäuser. In einem von diesen haben wir gewohnt. Dazu gibt es noch angebaute Pflanzen und einen Container mit Essensvorräten, was die Missionare eingeführt haben, um den Einheimischen nachhaltige Lebensweisen zu zeigen.

Nach dem Rundgang sind wir auf den Markt gefahren. Die meiste Zeit sind wir mit einem Pick-Up gefahren und der Großteil saß oder stand auf der Ladefläche. Dadurch gestalteten sich die Fahrten oft als sehr rasant, da es zum einen keine richtigen Straßen gibt und man sich zum anderen oft ducken musste, wenn ein Baum oder Gebüsch auf einen zukam. Auf dem Markt angekommen haben wir Stoffe und Essen gekauft. An sich war das eine coole Erfahrung, da es ein kleiner Markt war und auch andere Dinge verkauft werden, als auf einem deutschen Markt. Allerdings war es für die Einheimischen etwas sehr Besonderes so viele Weiße auf einem Platz zu sehen und wir wurden durchweg angeschaut und teilweise auch fotografiert. Man rechnet zwar mit solchen Situationen, aber das war sehr extrem im Vergleich zum Rest unserer Zeit dort. Eine ähnliche Situation hatten wir, als wir zum Center gefahren sind. Das Center ist das Zentrum des Chilonga Gebiets, in dem wir gewohnt haben und dort gibt es kleine Läden mit Trinken, Gewürze, Öl und Süßigkeiten. Im Center sind meistens viele Menschen und vor allem auch viele Kinder. Als wir dort ankamen, hat es nicht lange gedauert und wir hatten schnell eine Menschentraube von Kindern um uns herum. Am meisten fasziniert haben sie unsere Kameras und Handys, mit denen wir Bilder gemacht haben und sie haben sich immer zu uns oder vor die Kamera gestellt, weil sie sich selber im Bildschirm sehen wollten. Manche Malawier aus der Stadt oder mit eigenem Laden besaßen auch ein Handy, allerdings gibt es sehr selten Geräte mit so einem großen Display, wie unsere Handys und Kameras haben. Die Situation war aber eher witzig als unangenehm.

Die ersten Tage waren zum Einleben und kennenlernen der Umgebung und wir haben viel gesehen und auch das Essen der Malawier kennengelernt. Hauptsächlich essen sie Sima. Das ist ein Maisbrei der zusammen mit Beilagen wie Bohnen, Kraut oder Soja gegessen wird. Und das Besondere ist, was die Missionarskinder gerne machen, dass man es mit den Fingern isst. So haben wir in den ersten Tagen die Menschen und die Kultur kennenglernt. Für manche war es leicht und für manche schwerer sich einzuleben. Bei mir hat es eine Weile gedauert bis ich mich eingelebt hatte, da es für mich eine ganz neue Erfahrung war und man sich in vielen Dingen umgewöhnen musste, weg vom Standard in Deutschland.