Malawi Bericht

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Gottesdienst

Ebenfalls haben wir miterlebt, wie Menschen vom anderen Ende der Welt den gleichen Glauben leben. Unser erstes Erlebnis hatten wir im Gottesdienst sonntags. Da die Gottesdienste immer auf Chichewa waren, habe ich nicht alles verstanden, aber der Ablauf war ähnlich, wie in Deutschland. Es gab Lobpreis, Gebet, eine Art Schriftlesung, Predigt und Abkündigungen. Allerdings gab es auch Dinge die besonders waren. Zum einen geht der Gottesdienst um einiges länger und kann bis zu drei Stunden dauern. Dann gibt es viele Chöre in Gemeinden, welche dann immer sonntags im Gottesdienst singen. Allerdings sind Chöre und allgemein der Lobpreis anders gestaltet. Malawier tanzen und bewegen sich viel beim Singen und eine Person singt vor und die anderen singen dann nach, manchmal das Gleiche aber oft auch etwas anderes oder der vervollständigte Satz. Man singt auch nicht viel aus Liederbüchern, sondern hauptsächlich auswendig.

Ich habe den Lobpreis sehr genossen und fand es bewundernswert, mit wie viel Freude und Herzblut sie Singen und Tanzen. Da fühlt man sich als steifer Deutscher, mit eher „langsamen langweiligen“ Liedern, komisch. Zudem sollten wir oft ein Ständchen halten, da auch sie unsere Art interessiert hat. Insgesamt haben wir zwei verschiedene Kirchen gesehen. Je nachdem wie viel Geld die Gemeinde hat, unterscheiden sich auch die Gebäude. Der erste Gottesdienst war in einer Strohhütte und der andere in einem für Malawi großem Steinhaus. Hauptsächlich sitzen sie auf dem Boden und Männer und Frauen getrennt. Sonntags sind wir dann zusätzlich in „Fellowship“ gegangen, was aus einer Predigt, Lobpreis und Gebet bestand und bei uns auf dem Projektgelände stattfand.